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  Fraternitas Draconis
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    BeitragVerfasst: Mi Dez 22, 2010 1:12 
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Das Erwachen

"793? Was hast du gesagt?". Arbeiter 648 drehte sich nach der leisen Stimme um. "Ich weiß es nicht. Es war einfach da". 793 schüttelte vorsichtig den Kopf und blickte von der Nahrung hoch, die sie zu einem kleinen Bündel gebunden hatte. "Hörst du das nicht?". 648 schüttelte den Kopf. "Nein". Damit war das Thema für ihn erledigt. Er verrichtet weiter seine Arbeit und überließ 793 ihren Gedanken. Denken. Woher kam das? Es fühlte sich neu an zu denken. Fühlen? Was war das? Normal funktionierte sie. Dieses Bewusstsein war plötzlich da. So wie diese Stimme.

"Götter, Götter, warum habt ihr uns verlassen?" 793 schreckte aus ihrem Selbstversunkenheit hoch und strengte die erwachenden Sinne an. Es kam von der kleinen Insel. Natürlich! Sie legte das Nahrungsbündel zur Seite und lief zum Ufer. Die Arbeiterin sprang in das erstaunlich niedrige Wasser und kämpfte sich, fasziniert vom Spiel der Wellen und Strömungen an ihrem Körper, zur Insel durch.

Stille

"Wo bist du?" 793 kletterte aus dem Wasser und lief die Insel ab. Ihr Herz schlug hart in der Brust und sie erkannte plötzlich, dass sie lebte. Im selben Moment wurde sie sich bewusst, dass sie etwas suchte, was auch leben musste. Etwas das Hilfe brauchte. 793 sah sich auf der kleinen Insel um, bis ihr Auge an einem Stein hängen blieb. Zuerst wusste sie nicht warum. Erst als sie sich ihm näherte entdeckte sie den kleinen Einstieg, der hinter dem Stein versteckt war. Sie stemmte sich mit ihrem kleinen Körper gegen ihn und rutschte ab. Mit weit aufgerissenen Augen blickte sie das warme, rote Blut an, dass ihre Arme herunterlief. Fasziniert erblickte sie einen Tropfen der sich von ihrem Arm löste und dem Boden entgegenschwebte. Unendlichkeit. Die Welt offenbarte sich ihr und lag wie ein Buch in ihren geistigen Händen. Die einzelnen Seiten erzählten ihr Geschichten über Entstehen und Vergehen, Stillstand und Wechsel, Anziehung und Bewegung. Ringwelt. Seite um Seite blätterte das Buch um. Dann blinzelte sie und erblickte wieder den Stein.

793 stemmte sich mit einem lauten Schrei gegen ihm. Gemeinsam rutschten sie einen halben Meter nach vorne. Sie fiel auf die Knie und konnte Schmerzen empfinden. Doch sie bemerkte es kaum, denn alles war in violettem Licht gehüllt. Sie könnte eine Frau erkennen, die eine Art Prisma in der Hand hielt und in der Höhle saß. Das Licht ging vom Prima aus? Oder von der Frau? 793 wurde von den dunklen Augen eingefangen, die glänzend fragende Blicke aussendeten. "Wo sind die Götter geblieben?". Ihre Stimme klang wie eine Melodie. Sanft und stark. Es war keine Stimme, sondern ein Gefühl das sie hören konnte. Bilder. 793 streckte ihre Hand aus und zog die Frau aus ihrem steinernen Gefängnis. Die Kanten des Gesteins rissen tiefe Schnitte in das blasse Gesicht. Ihre Kleidung hing in Fetzen an dem zitternden Körper und das letzte was die Prismaträgerin von sich gab, war "Danke, Anjurata". Dann sackte sie in sich zusammen.

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Zuletzt geändert von ischtar am Mi Dez 22, 2010 15:17, insgesamt 1-mal geändert.

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  Re: Fraternitas Draconis
    BeitragVerfasst: Mi Dez 22, 2010 14:59 
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Die Erkenntnis

Ischtar schreckte aus dem Schlaf hoch und blickte sich erschrocken um. Fremde Gerüche und Geräusche durchdrangen ihren sensibilisierten Geist. Sie fand sich in einem Bett wieder, welches von einem Fell abgedeckt wurde. Warm und weich schmiegte es sich an ihren Körper und verführte dazu liegen zu bleiben. Einfach nur liegen bleiben. Schlafen, vergessen. Feuer prasselte in dem Kamin an der einen Wand. Der Geruch verbrannten Holzes durchzog den Raum. Das Farbenspiel der züngelnden Flammen weckten Erinnerungen in ihr. Feuer soviel Feuer das vom Himmel fiel. Schreie. Schmerzen. Sie wehrte sich gegen das Zerren der Erinnerungen und zwang den Blick zur anderen Seite des Raumes. Eine Truhe stand unter einem Fenster durch das sanftes Licht fiel. Es zauberte einen goldenen Schimmer in das Zimmer. Der Raum war klein aber sauber. Vorsichtig kletterte ischtar aus dem Bett und stellte erstaunt fest, wie fit sie sich fühlte. Sollte sie all das nur geträumt haben? Dieser Krieg und der Verfall. Schatten schoben sich wie Schleier über ihr Bewusstsein, als die alten Bilder durch ihren Geist schossen. Verrat, Hinterhalt, Machtspiele, Tod, Verderben. Zitternd suchte sie Halt. Ihre Hand krallte sich am Bett fest und sie musste mit aller Macht das Schwindelgefühl bekämpfen, dass sie in den schwarzen Abgrund ziehen wollte.

Ausgeschreckt vom Knarren der Tür, riss ischtar die Augen und erblickte die junge Arbeiterin, die sie aus der Höhle gezogen hatte. Die Erinnerungen der alten Herrscherin, kehrten an die Insel zurück und nahmen sie mit ins jetzt. "Anjurata?". Die Angesprochene lächelte. "Meine Bezeichnung ist 793 und bin Arbeiterin in diesem Sektor. Seid ihr Anjurata?". Ischtar betrachtete die Frau nachdenklich. Blonde kurze Locken umspielten ihr sol-gegerbtes Gesicht. Ein braune Umhang umwehte ihren zarten Körper. Als ihr Blick auf die Arbeiterhände fiel, bemerkte sie die nervöse Unruhe, die den Geist der jungen Frau erfüllte.

Ischtar hatte dies früher schon einmal erlebt. "Es gibt immer wieder Arbeiter die den Fesseln der funktionierenden Vorgaben entfliehen können. Manche zerbrechen an den Erkenntnissen, andere wachsen an ihnen. Die meisten jedoch, erkennen nicht einmal, dass sie eine Aufgabe erfüllen, für deren Zweck sie geschaffen wurden." Fragende Blicke fanden uralte Augen, der ihren Fragen standhielten. Ruhe breitete sich in 793 aus. "Vertraue deinem Bauch, Anjurata. Du bist stark und vom Wesen der alten Götter beseelt. Nur so konntest du meinem Rufen und deiner inneren Stimme folgen". Ischtar nahm die leicht zitternde Hand der Arbeiterin. "Dein Name ist Anjurata. Sag mir, welcher Herrscher ist Herr dieses Sektors?" Anjurata schüttelte irritiert den Kopf. "Wir haben keinen Herrscher. Wir haben nur unsere Arbeit. Was ist ein Herrscher?" Ischtar verengte nachdenklich die Augen und blickte sich dann suchend nach ihrem Prisma um. "Hier ..." sie lief zu der kleine Truhe, aus deren Ritzen ein sanfter violettfarbener Schein schimmerte. "Wir haben, kurz vor dem letzten großen Ringkrieg, unser Wissen in Nanokristalle gespeichert und sie mit doppelt gehärtetem Kaderium geschützt. Wenn du deinen Geist öffnest, wirst du dieses Wissen lernen können. Wenn es jedoch zieht oder schmerzt, höre auf. Versprich es mir." Anjurata schaute neugierig auf das Prisma, während sie es vorsichtig und ehrfürchtig in ihre Hände nahm. "Aber wer seid ihr? Warum wart ihr in dieser Höhle? Seid ihr ein Herrscher?".

Gedankenrasen. Verschüttete Bilder zerbarsten mit einem lauten Splittern in ihr. Hinterhalt. "Sie werden uns heute Nacht angreifen. Wir MÜSSEN präventiv angreifen ehe es zu spät ist". Lachen, dieses lachen das zu lauten Schreien wurde. Der Strudel wurde stärker und riss an ihrem Verstand. Nachgeben, nachgeben und fallenlassen, loslassen. Vertrauen. Sie stemmte sich gegen die Stimme aus ihrem Inneren. "Wie soll ich vertrauen, nachdem so etwas geschehen ist? Wem soll ich vertrauen? Ihr seid weg, alle weg! Ihr seid tot! Wie die Götter. Auch sie haben diese Welt verlassen. " Ischtar schrie auf, als sie Anjurata Hand auf ihrer Schulter spürte. Schleier schoben sich über die Schatten der Vergangenheit und sie schloss dankbar die Augen als sie fühlte, wie ihre Füße wieder Halt auf dem Boden fanden.

"Lese und du wirst verstehen. Eines noch Anjurata. Wenn du einen Nanokristall findest, bring ihn mir bitte. Und etwas Prodium. Ich muss wissen wer noch überlebt hat." Langsam wendete sich sich zum Fenster und blickte aus dem Raum. Sie hatte recht behalten. Dies war ihre alte Sektion. Ihre Augen blieben an einem halb zerfallenen Gebäude hängen und ein sanftes Lächeln umspielte ihre Lippen. "Ich bin ischtar, Herrscherin des Seelensterns. Lasse es die Arbeiter wissen. Siehst du die Ruine dort hinten? Soviele Arbeiter wie möglich sollen sie reparieren. Suche die stärksten dafür aus. Die alten Pläne sind in einem der Kristalle. Drei der intelligentesten sollen herausfinden wie hoch unser Bedarf an Materialien ist und wieviele wir haben. Außerdem brauche ich eine Auflistung der Arbeiter. Du bist ab sofort meine oberste Adjutantin. Es wird Zeit hier etwas Ordnung zu machen. Ach und vergiß den Kristall. Ich werde mich selbst darum kümmern." Ischtar unterdrückte das Gefühl, all dies schon einmal erlebt zu haben, und zog sich den Arbeiterumhang über, den sie in der Kiste gesehen hatte. Sie öffnete die Tür und rannte barfuß aus dem Raum. Anjurata blickte verwundert auf und konnte ein Lachen nicht unterdrücken, als sie der kleine Frau mit den wehenden schwarzen Haaren hinterher blickte.

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  Re: Fraternitas Draconis
    BeitragVerfasst: Mi Dez 22, 2010 19:10 
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Das Erheben

Die Arbeiten an dem Wolkenendertempel schritten zügiger voran als ischtar geglaubt hatte. Jeden Morgen rannte sie als erstes zum Tempel und sah sich um. Die Sektion hatte gute Arbeiter, denen die Zeit ohne Herrscher gut getan hatte. Sie waren kräftig und fügsam, belastbar und gesund. Stück für Stück wurde das einstige Monument des Seelenstern wieder belebt. Im selben Maße erkannte auch die Herrscherin sich selbst und die Reflektionen der Götter in sich wieder. Die alten Wunden heilten, wenngleich sie nachts schweißgebadet und schreiend hochschreckte. Anjurata war immer da, wenn sie gebraucht wurde. Egal um welche Zeit, egal ob ischtar sie rief oder stumm litt. Die Adjutantin hatte ein ausgesprochen feines Gespür und war zudem ausgesprochen lernfähig. Sie suchte sich ihre Arbeiten selbst und dirigierte sie, so gut es ging, an die entsprechenden Arbeiter weiter. Erfahrenere Arbeiter machte sie zu Kontrolleinheiten, so dass Warenabbau und Warenbedarf nach kurzer Zeit gute Rücklagen ermöglichten. Das lesen der Kristalle erfüllte die einstige Arbeiterin mit Stolz und sie widmete sich ihren Pflichten mit großer Hingabe. Die Sektion wuchs und gedeihte, alle waren versorgt und die Planungen für die nächsten 3 Solumdrehungen lagen schon fertig in den Truhen der Vorarbeiter.

Kurz vor dem Wechsel der Gezeiten klopfte es eines Abends an den Tür der Herrscherin. Ischtar saß gedankenverloren auf dem Bett und registrierte kaum, dass Anjurata den Raum betrat. Leise trat die Adjutantin an das Bett und legte einen Schlüssel auf's Fell. Ischtar blickte auf, als sie die Bewegung wahrnahm und schob die Gedanken zur Seite. "Einer der Arbeiter fand den Schlüssel unter einem Berg Schutt. Vielleicht passt er zu dem verschlossenen Bereich im Tempel." Die Herrscherin sah ettliche Jahre jünger aus als ihr Blick auf den goldfarbenen Schlüssel fiel. "Der Schlüssel ist noch erhalten? Das hätte ich nicht zu träumen gewagt!" Ein seltsam irisierendes Leuchten umgab ihr Wesen und mit jedem Wort erhellte sie sich mehr. "Komm mit", rief ischtar und sprang auf.

Der Weg zum Tempel führte an einigen Nanokristallisatoren vorbei, deren Glanz mystisch in der Abenddämmerung fremde Gefühle weckte, das eine Geschichte aus längst vergessenen Tagen erzählte. Einst, so sagte man, feierten die Wolkenender diese Nächte in wilden, den Göttern geweihte Riten. Wenn Arbeiter Zeuge dieser Riten wurden, zerfielen sie zu Staub und erstarrten im Morgendämmern zu Kristallen. Man konnte sie nicht von anderen Kristallen unterschieden und dennoch war klar, dass sie nicht natürlich gewachsen sein konnten, hatte doch jeder Kristallisator seine feste Produktionsmenge. Anjurata schauderte bei dem Gedanken und hielt nach ischtar Ausschau, die im Tempel verschwunden war.

Das Gebäude hatte sich in den letzten Tagen sehr verändert. Die große Halle bestand aus glänzendem Marmor, das mit Prodium durchzogen war. Der Boden, die Wände glänzen golden und strahlten weiß. Die Decke hatte eine kreisförmige Aussparung, die den Blick nach draußen freigab. Oberhalb der Aussparung befand sich die Sphäre des Schutzes, die jedoch farblos und fremd in den Himmel ragte. Unterhalb des Sphäre befand sich ein Steinaltar, fest im Boden verankert. Auf ihm ruhte ein goldfarbener Kristall, der von Wasser umspült wurde. Auch er sah seltsam farblos aus. Anjurata betrachtete die Symbole an den Wänden als sie das Beben bemerkte. Rhythmisch erklang ein Gesang in einer fremden Sprache. Das Pulsieren des Klangs fand sich im Tempel wieder. Die verschiedene Symbole an den Wänden leuchteten in prodiumgoldenen Farben. Anjurata erstarrte. Ihre Pupillen weitete sich als die Tür zum hinteren Bereich des Tempels aufgestoßen wurde. Ischtar stand in der Tür und sah seltsam fremd aus. Sie trug ein oben enges und unten weites langes Gewand ohne Ärmel, das in vielen Facetten von violett über lila bis schwarz gefertigt war. Ihre Augen waren weit aufgerissen, irgendwie entrückt und wilde Blicke schienen kontrolliert, konzentriert den Altar zu fixieren, dem sie sich näherte. Sie hielt eine triskelenförmige dreifarbige Kugel in ihrer Hand. Das selbe Symbol konnte Anjurata auf einem Schmuckstück erkennen, dass ischtar auf der Stirn trug und dessen Kettenelemente sich nach hinten um ihren Kopf schlungen und die Haare bändigten. Langsam bewegte sie sich singend nach vorne und lies die Kugel los, als die den Altar erreichte. Doch anstatt in das Wasser und auf den Kristall zu fallen, schwebte sie nach oben, wo sie mit einem lauten Knall den Tempel in wärmendes, nährendes, schützendes Licht hüllte. Anjurata blickte ihr nach und sah, dass die Kugel verschwunden war. Die metallene Sphäre oberhalb des Tempel schien weiter oben zu sein und routierte auf Tentakeln die den Farben der Triskelenkugel entsprachen. In den selben Farben erstrahlte der Kristall auf dem Altar und färbte das Wasser, welches seltsame Strömungen offenbarte. Sie blickte sich nach ischtar um, doch die Herrscherin war nicht mehr da.

Vorsichtig bewegte sich Anjurata auf die offene Tür zum hinteren Bereich des Tempels zu. Ein kleiner Raum befand sich dahinter. Einst schien jemand hier gelebt zu haben. Sie entdeckte ein riesiges Bett, verschiedene Truhen, Tische mit Kristallen, Regale mit weiteren Kristallen, Flüssigkeiten und Staub in allen denkbaren Farbtönen. Ischtar stand auf einem kleinen Platteau, das aus dem Zimmer raus ragte und unter freiem Himmel war. In einer Hand hielt sie einen Kristall, mit der anderen zog sie komplizierte geometrische Figuren. "Iota Draconis. Kannst du mich hören? Brüder und Schwestern, Kinder des Drachen - könnt ihr mich hören?" Ischtar ging nach und nach alle bekannten Kanäle des Interferenzkristalls durch. Doch sie empfing nur Rauschen. Verzweiflung breitete sich in ihr aus. Sollte sie als einzige überlebt haben?

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  Re: Fraternitas Draconis
    BeitragVerfasst: Mi Dez 22, 2010 22:48 
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Registriert: Mo Dez 13, 2010 10:01
Es war Nacht geworden. Eine friedliche Ruhe brach über die Wüste der Neutralwabe ein, und die unerträgliche Tageshitze wich allmählich klirrender Kälte. Noch immer war diese ewige Wüstengegend, stellenweise vom Geruch frischen Holzes durchzogen. Einige kleinere Grünanlagen der alten Zeit, hatten die Jahre überdauert. Die durch die Kälte polarisierten Kaderiumkörner der Wüste, funkelten unregelmäßig und blitzten vereinzelt auf und boten noch aus großer Entfernung, dem Betrachter ein farbenfrohes Lichtspiel. Gerade an solchen Nächten, konnte man mit dem bloßen Auge, hunderte Sterne am Himmel beobachten. Ein unvergleichliches Schauspiel bot sich den stummen Zeugen längst vergangener Tage an, die einst vor vielen Ringen diese Welt zivilisierten. Heute überragen zerstörte, alte Bauwerke die trockene Dünenlandschaft und zeichnen eine trostlose und verlassene Wabe. Ein trauriges, und zugleich vertrautes, doch verblasstes Gegenbild zu dem, was die Natur bereit war in ihrem nächtlichen Auftritt darzubieten.

In einem dieser winzigen unwirklichen Flecken Grün, lag Atteusis, gut geschützt zwischen hochgewachsenen psolanischen Trägerbäumen und dichter, wenn auch begrenzter, Vegetation. Er war müde und erschöpft. Auf seiner Reise in diese Wüstenlandschaft, folgte er einer alten Spur, einer sagenumwogenen Botschaft aus einer uralten Schrift, die er in der niedergebrannten psolanischen Adelsbibliothek, vor Rund fünf Ringen, entdeckte. Es war gewiss, und dies wusste er, eine Reise ohne Rückkehr. Wohin auch sollte er wieder zurückkehren? Dort, wo er herkam, war die Zukunft schon lange Vergangenheit geworden; und ebenso, wie seine eigenen flüchtigen Gedanken an eben jene Vergangenheit, unter dem Rad der Zeit zermahlen. Kurze Zeit darauf verlor er sich in Gedanken, als er einem Wanderer gleich in seiner Vorstellung, durch Raum und Zeit reiste. Seine Augen wurden schwer, träge; und während außerhalb seiner Gedanken alles schwammiger, zäh und amorpher wurde, schlossen sich seine Augen sanft und erholsam. Die äußere Schönheit der Natur - der klare Sternenhimmel und das Kaderium Lichtspiel - war ihm jetzt nicht mehr zugänglich. Seine Gedanken aber schwebten, so real wie nie zuvor, über ihn und offenbarten ihm, in seinem geistigen Auge, eine uralte Wabenwelt, die er bis dahin nur aus Erzählungen kannte. So intensiv waren seine Gedanken geworden und immer intensiver schienen sie zu werden, je näher er dieser unbekannten Quelle kam. Im Hinterkopf hörte er leise das Rauschen des Windes durch die einzelnen Blätter der gigantischen Bäume, die, von seiner Perspektive betrachtet, aussahen wie rießige Pfeiler, die gen Himmel stießen. Einige psolanische Wölfe jaulten klangvoll zum Rauschen der Blätter - wie ein Knabenchor, der ein trauriges, tief melancholisches Lied vortrug - und weit aus der Ferne zog sehr langsam ein Gewitter her, und es zuckten bereits am Horizont vereinzelt Blitze auf, die die finstere Nacht für kurze Momente taghell erleuchteten. Die abgelegenen kniehohen Wiesen aber, tanzten schon, im Arm der vom Norden her stürmisch blasenden Winde, wie Liebespaare zu einer sinnlich komponierten Ballade. Es war still geworden. Kein Wort drang mehr durch zu ihm. Atteusis war vollständig abgeschnitten von der Außenwelt. Und immer wieder kehrten seine Gedanken zurück, mal erdrückten sie ihn beinahe und mal waren sie mit angenehmen Gefühlen verbunden.

Stunden später...

Der Morgen dämmerte schon. Während erste Sonnenstrahlen ihren Weg auf die Erdoberfläche fanden, um die über die Nacht verstummte und erkaltete Natur, die sich mehr oder weniger zurück gezogen hatte, wieder mit Leben zu füllen, fand Atteusis zur inneren Ruhe wieder.
Der Himmel hingegen wechselte seine Farbe, langsam in gewohnter träger Manier. Das tief aggressive Rot, wurde von einem blassen, leicht gelblichen Orange abgelöst, so als bekleide sich der Himmel für einen besonderen Tag; als schmücke er sich, seine schönste Seite hervorzeigend. Vögel zwitscherten dem neuen Tag entgegen, stets auf der Suche nach Nahrung. Hier und da schlichen auch wilde Tiere, um Atteusis jedoch einen großen Bogen machend, ebenfalls auf Nahrungssuche.

Die unwirklichen Ereignisse der letzten Nacht, gaben Anlass zur Vermutung dem Ziele spürbar näher gekommen zu sein. Atteusis öffnete seine Augen und das grelle Licht der Sonne blendete ihn so stark, dass er sie zunächst wieder schließen musste. Trotzdem stand er auf; dabei hielt er seine Augen geschlossen, packte seine zwei Sachen und die Schrift und machte sich weiter auf dem Weg der Alten.
Wenige Stunden später, als er die letzte Düne überwunden hatte, sah er zwei hohe Türme in einiger Entfernung. Von hier sahen sie aus wie zwei symmetrische Gegenstücke und sie schimmerten prodiumgleich. Offenbar war eine kreisförmige Konstruktion inmitten dieser zwei Türme, der Grund dafür. Atteusis konnte seine Blicke von diesen Türmen nicht abwenden.

Urplötzlich, ja unverhofft, schlugen aus heiterem Himmen zwei Schritte neben Atteusis mächtige Lichtblitze ein und verursachten dabei einen ohrenbetäubenden Lärm, den er als solchen kaum noch verspürte. Seine Sinne waren durch die starke Stasis-Entladung mehr als nur betäubt. Wie in einem schweren Traum, schwebte er im Geiste von schallenden Schmerzen begleitet - die er aber rein als dumpfes unangenehmes Etwas empfand - in eine friedvollere Sphäre. Für eine Weile schossen ihm schämenhaft wirre und zusammenhangslose Bilder aus einer unbekannten Zeit durch den benommenen Kopf, die sich wie kleine angenehme Stiche an seinen Fingern spürbar machten. Von Weitem her, vernahm er leise Stimmen, die ihm wie hinter einem Schleier zuflüsterten; die schattenhaft bis zu ihm, dass heißt, bis in sein Innerstes durchdrangen und die in ihm eine vertraute sehnsüchtige Geborgenheit weckten. „Du bist angekommen!“ sprach eine dieser Stimmen, liebevoll und mütterlich. „Der Neuanfang steht im Zeichen des Drachen.“, fuhr die Stimme fort, sanft und weich, zahm und mild zugleich im Ton.

Als der ganze Spuk vorbei war, wusste Atteusis intuitiv, seine Reise würde genau dort enden. Als er sich der kreisförmigen Konstruktion genähert hatte, die er nun als Ringtor identifizieren konnte, war er zugleich Zeuge einer ihm bis dahin unbekannten Technologie. So viele Ringe waren vergangen und exakt an dieser Stelle womöglich, endete einst die alte Zeit. Er konnte es kaum fassen. Träumte er vielleicht? War das, was er sah, was er mit den Händen gar zu fassen vermochte, tatsächlich Wirklichkeit?

Vor dem Ringtor, welches auf irgendeine Weise mit den beiden Türmen in Verbindung stand, war eine Konsole mit Interferenzkristallen bestückt, welche in den unterschiedlichsten Farbtönen leuchteten. Davon hatte er oft in der Schrift gelesen. Er hörte, als er der Konsole schließlich näher kam, um sie genauer in Augenschein zu nehmen, das immense Summen und das wabernde Knistern, der in der Luft liegenden Stasis-Energie. Sie war schon fast greifbar - materiell vorhanden! Dies lag offenkundig daran, dass sie hier in gebündelter Stärke vorhanden war. Daher konnte sie auch sinnlich wahrgenommen werden. In der alten Schrift fand Atteusis einige Hinweise zur Bedienung und knapp gefasste Instruktionen, die er zügig zu verstehen wusste. Einige Augenblicke später, am Anfang noch verzerrt, dann immer deutlicher, vernahm er wahrhaftig die Botschaft, wegen der er diese beschwerliche Reise überhaupt angetreten war.

„Iota Draconis. Kannst du mich hören? Brüder und Schwestern, Kinder des Drachen - könnt ihr mich hören?“

Mit der Gewissheit, dass eine neue Zeit Anbrach, und dem Kompendium „Psolanische Forschung über grundlegende Struktur der fremden Artefakte“, die er dort in einem der beiden Türme fand, machte sich Atteusis daran, als Wabenherrscher, die neue Zeit im Zeichen des Drachen zu begründen. Über die Konsole kommunizierte er mit vielen anderen Psolanern, die bereit waren, diese alte Welt wieder von Neuem zu errichten.

Atteusis gab über die Interferenzkristalle folgende Befehle ein:

InterRingChannel (IRC): #fraternitas.draconis (Server: GameSurge)
Forum: Fraternitas Draconis

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Bild
Gegen Ende meines Lebens gewiss, würde ich wissen, das es schon bald vorbei sein müsse.


Zuletzt geändert von Atteusis am So Dez 26, 2010 5:43, insgesamt 1-mal geändert.

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  Re: Fraternitas Draconis
    BeitragVerfasst: Sa Dez 25, 2010 15:19 
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Er erwacht nur langsam, die Augen sind nicht zu öffnen, die Lider sind schwer wie Blei. In seinem Schädel brummts, leise im Hintergrund, kaum wahrnehmbar : „piep...piep....chrrrch....Iota Draconis....chrrrrsch....“ enden diese Alpträume denn nie ? „...chrrrschh....piep....Iot..rac.ni..chchrrrsch“

Und wieder sind die Erinnerungen da : zu tausenden, schreckliche Biester, ekelerregende Ungeheuer die über unser Land hergefallen sind. Frauen und Kinder, ganze Dörfer einfach platt Gewalzt !
Wir waren blockiert, konnten nichts dagegen tun, die Technik versagte, unsere Truppen manövrierunfähig. Unsere Götter waren uns nicht Hold.

„Er wird wach“ hört er eine stimme sagen, „hallo Wabenherrscher, hallo, sind sie wach ?“ ein rütteln, „hallo, rugel, erwachen sie, es wird zeit, hallo“ nochmal ein rütteln. rugel öffnet die Augen.
„Binggeli, Kommandant Binggeli, was machen sie in meinem Traum ?“ Binggeli kneift rugel in den Arm. „ Aua“ rugel zieht den Arm schnell zurück und sieht Binggeli verblüfft an.„ Sehen Sie, es ist kein Traum. Wir sind wieder da .“ „ Was, Wo da, ich versteh kein Wort“ ratlos schaut sich rugel um. „ Auf den Ringen, Herr, wir sind wieder auf den Ringen.“ erklärt der Kommandant. „ Wir bauen die Wabe neu auf. Wir versuchen Sie seit Tagen zu wecken. Nun endlich hatten wir Erfolg.“ Kopfschüttelnd wiederholt rugel Binggeli's Worte „ wieder auf den Ringen, welchen Ringen ?“
„Auf unseren Ringen, plötzlich waren sie wieder da. Wir wissen noch nicht wo sie waren und was mit uns geschehen ist. Unsere Forscher vermuten, dass die Ringgötter mit neuer Technologie die Ringe neu erschaffen haben, sie scheinen stabiler zu sein, als früher. Ich habe mir erlaubt den Abbau der Ressourcen zu kommandieren, der nun auch gut angelaufen ist. Doch nun stehen Entscheidungen an, die Sie als Wabenherrscher fällen müssen. Seit Tagen empfangen wir einen Funkspruch aus den Weiten des Orbits : *Iota Draconis. Kannst du mich hören? Brüder und Schwestern, Kinder des Drachen - könnt ihr mich hören? * Wir konnten die Herkunft noch nicht genau ermitteln, da uns noch die nötigen Bauten fehlen, doch was sollen wir tun ? „

Kinder des Drachen, rugel zermürbt sich das Hirn, nein, er kann sich nicht erinnern. Wie an so vieles nicht, einiges das noch fremd ist. Und wieder hört er die sympathische Stimme aus dem Lautsprecher, immer deutlicher sind die Worte zu verstehen : *Iota Draconis. Kannst du mich hören? Brüder und Schwestern, Kinder des Drachen - könnt ihr mich hören? *

rugel antwortet : „ hallo, hallo, wir verstehen Sie. Wir sind hier auf dem ersten Ring. Gerne würden wir mehr erfahren. Bitte melden.“


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  Re: Fraternitas Draconis
    BeitragVerfasst: Sa Dez 25, 2010 17:22 
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Registriert: Sa Dez 25, 2010 15:40
Ahhh .. Klebrig. Und stickig.
Das Bewußtsein gleitet wieder hinab in die Tiefen jenes fernen Ortes.

Ein Dröhnen pulsiert. Langsam kommt das Gefühl zurück. Warm. Feucht. Schwül. Klebrig. Überall Fäden

Ein gelbliches Licht gewinnt an Stärke.

Stimmengwirr.

Ich bewege meine langen, feingliedrigen Finger, lege energie in meine Gesichtsmuskulatur, spühre Wärme, diesmal angenehmer.

Halb betäubt kommt der Geist zurück. Ich bin ein pss .. werde wieder schwach.

Ich bewege meine langen, feingliedrigen Finger, lege energie in meine Gesichtsmuskulatur, spühre Wärme, diesmal angenehmer. Öffne meine Augen. Finger. sie sind nicht feingliedrig. Sie sind dick. Dick und grün. Was ist passiert? Wo sind meine Hierophanten? Wo bin ich hier?

Eine grüne Gestalt - haben sie uns überrannt? - kommt federnden Schrittes auf mich zu. Sie mustert mich, spricht worde in einer seltsamen Sprache zu einer anderen nicht minder unörmig erscheindenen Gestalt. "eessessoosejfhhhsskkkrrrr" höre ich in meinen .. Ohren ? Ich kann mich nicht erinnern.
Langsam werden die Vokale gedehnter und die Stimmen vertrauter. Ja, lernen konnte ich schon immer gut, war ich doch einst in meiner Heimatwabe Mitglied bei "Fenestra", der Vereinigung besonders weitsichtiger Kinder des Geistes. Langsam beginne ich die Worte zu entschlüsseln.
"... Genetisches Fragment ... Feuervogel ... rekonstruktion aus ... Zellcode ... schwierig war gewesen ... Konträr ... Ribiu ... Helixdefekte ... scheint Erknenntnis erlangen ."
Nach diesen letzten Worten wanden sich die beiden Gestalten mir zu.
"Du Gedanken wachsen von Wasser . Kann Sonne Dir helfen Baum verstehen?"
So langsam reifte die Erkenntnis in mir. Diese Sprache war eigentümlich. Schnell bildeten sich neue Dendriten in meinem Gehirn.
"Wir fanden Dich brennend in unserer Wüstenwabe. Unser Rat beschloss, Dich zu retten, doch Dein Körper war zerstört. Retten konnten wir nur Deine Fasern und eine Frucht aus Deiner Krone. Nun Dein Tier ein anderes ist, doch Deine Wasser wir hoffen geblieben gleich."

So also war es . Nach .. dem großen Krieg und der folgenden Zerstörung, nach dem Exodus mussten diese Wesen meinen Träger gefunden haben, der hier irgendwo abgestürzt war.
Entsprechend Ihrer Natur - ich hatte von dieser eigenartigen Spezies früher einmal gehört - hatten sie eine genetische Regeneration an den von mir übrig gebliebenen Zellresten durchgeführt. Doch es gab zu viele Defekte in der DNA, die sie irgendwie ausgeglichen haben mussten. Anhand ihrer eigenen Baupläne.

Hier war ich nun, nicht länger ein Psolao, aber zumindest am leben. Am Leben in einer herrscherlosen Wabe auf dem grünen Ring. Das war zwar absolut bescheiden aber immerhin ein Anfang.

Die Dunkelheit umfing mich wieder, doch diesmal konnte ich träumen.

Ich würde dieses Volk verstehen und die Wabe zu dem machen, was sie sein konnte. Vielleicht sogar zu mehr.

Und ich würde ausschau halten nach anderen Überlebenden des alten Konfliktes, der vor vielen tausend Zyklen das Ende des damals bekannten Ringsystems eingeläutet hatte.


..................................................................................................
.-. .- ..- ... -.-. .... -.- -. .. ... - . .-. -... .-. .. --.. . .-..
..................................................................................................

Doch so oft ich in all den darauf folgenden Tagen die Scanner besuchte, stets war nur ein Rauschen zu vernehmen.

Dann eines Nachmittages, als ich die Hoffnung schon aufgegeben hatte, kam meine Erweckering Khnaariuorkta - ich nannte Sie Clara - und rief aufgeregt : Eilt , Eilt, Eilt .

Kopfschütteld folgte ich ihr, glaubte nur wieder an einen dieser falschen Alarme und betrat die Scannerkuppel. Ich traute meinen Sinnen kaum. SChwach und weit entfernt musste die Quelle dieser Nachricht sein, so sehr war der Text verstümmelt : "x#*# #r*conis. #*##x*t du mich hören? Brii#sr und #-fch.-rn, **'der sss Draaaaa - #uiit ihr esh hören"

So sende ich Euch nun diese meine eigenen Geschichte und rufe "ja, wir hören Euch rufen".


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